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Entstehung und Geschichte

Gründung als Gewerbeförderverein Friedrichshain

Oberbaum-CityGetragen von einer breiten Basis engagierter Gewerbetreibender wurde der Verein am 28. Oktober 1992 gegründet. Zunächst unter dem Namen Gewerbeförderverein Friedrichshain firmierend, war die Tätigkeit von Anfang an auf die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Friedrichshainer Gewerbetreibenden und Freiberufler sowie auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Strukturen des Bezirkes ausgerichtet. Durch den Zusammenschluss in einem Unternehmerverein wurden Wahrnehmung und Durchsetzung der Interessen des selbstständigen Mittelstandes im Bezirk auf eine neue Basis gestellt.

Eines der vorrangigen Ziele dieser Zeit bestand, vor dem Hintergrund des Verlustes von über 10.000 Industriearbeitsplätzen nach 1990, in der Erhaltung der wenigen noch verbliebenen Produktionsstandorte als Motor für die Wirtschaft.

Etablierung und erste Erfolge

Seine erste Bewährungsprobe bestand der Verein, als er sich für den Erhalt der Osthafenmühle nahe der Warschauer Brücke einsetzte und die vorgesehene restlose Abwicklung dieses Betriebes zu verhindern wußte. Hintergrund dieses Engagements war die Situation der vielen kleinen Betriebe, deren Existenz als Zulieferer von dem Bestehen der Osthafenmühle abhängig war.

Karl-Marx-Allee

Mit Entschiedenheit setzte sich der FKU auch für die Belange der Gewerbetreibenden der Karl-Marx-Allee ein. Die ehemalige Vorzeigemeile geriet Anfang der 90er Jahre ökonomisch stark unter Druck. Hier waren es vor allem die strengen Denkmalschutzvorgaben sowie die unflexible Haltung der behördlichen Bürokratie, die unternehmerisches Handeln erschwerten. Nicht zuletzt durch die Arbeit des FKU wurden mehr Freiräume für die Gewerbetreibenden hinsichtlich der individuellen Gestaltung ihrer Ladenräume geschaffen. Zudem wurden Maßnahmen eingeleitet, die auf eine Erhöhung der Attraktivität der Karl-Marx-Allee abzielten, wie z.B. die Neugestaltung der Grünflächen. Darüber hinaus konnte eine Verbesserung der Parkraumsituation erreicht werden.

Karl-Marx-AlleeRing-Center

Bauliche Neugestaltung

Die in den 90er Jahren beginnende bauliche Neugestaltung des Bezirkes wurde ebenfalls durch den FKU begleitet. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise die Bauausstellungen zu nennen. Hier wurden an prominenter Stelle neue und mögliche Bauprojekte präsentiert. Auch bei den Planungen für das Großprojekt "Ring-Center" brachte der FKU seine Vorstellungen ein.

Wirtschaftstage und Unternehmerstammtisch

Über zehn Jahre lang organisierte der FKU jährlich stattfindende Wirtschaftstage als Präsentation unternehmerischer Leistungskraft. Damit bekamen gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit sich in einem publicityträchtigen und kommunikativen Rahmen darzustellen. 2003 und 2004 fanden die Wirtschaftstage unter großem Publikums- und Medieninteresse im Berliner Ostbahnhof statt.

Zu einem weiteren Jahreshöhepunkt hat sich in den vergangenen Jahren der vom FKU initiierte und durchgeführte Wirtschaftsempfang Friedrichshain-Kreuzberg entwickelt. Hier bietet sich den Unternehmern die Möglichkeit in einem interessanten Ambiente neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen. 2005 luden wir beispielsweise zu einer Fahrt auf der Spree ein, bei der nicht nur für kulinarische Höhepunkte gesorgt war, sondern auch die Möglichkeit bestand, unseren Bezirk von seiner schönsten Seite zu erleben. Seit 2006 steht der Wirtschaftsempfang jedes Jahr unter einem speziellen Motto. So stand 2009 beispielsweise das Handwerk im Mittelpunkt.

Mit dem mehrmals im Jahr stattfindenden Unternehmerstammtisch bietet der FKU allen Mitgliedern und interessierten Unternehmerinnen und Unternehmern eine gute Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen und neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Der Stammtisch findet mittlerweile achtmal im Jahr statt, immer bei einem FKU-Mitgliedsunternehmen. So hat jedes FKU-Mitglied die Möglichkeit, sich vor breitem Publikum zu präsentieren und seine Stärken herauszustellen.

Fusion der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg

Im Zuge der Fusion der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg im Jahr 2001 richtete sich auch der Unternehmerverein neu aus. Seitdem setzen wir uns nachhaltig für die Zusammenarbeit der Unternehmen und Einrichtungen beiderseits der Spree ein. Es erfolgte deshalb im Frühjahr 2003 die Umbenennung des Vereins in Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein e.V.

Erfolgreiche Projektarbeit

Zunehmend arbeitet der FKU auch projektbezogen. So war der Verein von Mai 2003 bis Mai 2005 Projektträger des "Netzwerk KMU-Bestandpflege". Ziel dieses Projektes war die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen im Bezirk. Durch kostenlose, professionelle Beratungsleistungen sowie der Schaffung dauerhafter Kooperationsstrukturen wurden die Unternehmen bei der Bewältigung auftretender Probleme unterstützt.
Aktuell bilden Projekte rund um das Thema Nachwuchskräftesicherung einen aktuellen Schwerpunkt. Dabei geht es beispielsweise um die verbesserte Berufsorientierung von Jugendlichen und die stärkere Kooperation von Schulen und Wirtschaft.

Fachgruppen

Seit 2008 haben Fachgruppen im FKU ihre Arbeit aufgenommen. Die Fachgruppen erweitern die Netzwerkarbeit, indem sie die Gelegenheit bieten, zu spezifischen Themen zusammenzuarbeiten und bestimmte Fachveranstaltungen anzubieten. Als erstes wurde die Fachgruppe Bau & Immobilien mit ihrem „FKU-Immo-Talk“ gegründet. Es folgte die Fachgruppe Arbeit & Personal mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft sowie die Fachgruppe Sichern & Wachsen mit dem „FKU-Austauschkreis“. 2010 kam es zur Konstituierung der Fachgruppe Auto & Mobiles.

SPREE DIALOG

Der SPREE DIALOG als Runder Tisch der bezirklichen Wirtschaftsvereine Berlins wurde auf Initiative des FKU 2008 ins Leben gerufen. Ziel ist es gemeinsam auch zu überregionalen Themen tätig zu sein.